Dumpfe Islamkritik als Integrationshindernis – Antwort auf Nikolaus Fest

Es folgt der islamfeindliche Kommentar “Islam als Integrationshindernis” des ehemaligen stellvertretenden Chefredakteurs der Bild-Zeitung Nicolaus Fest vom 27. Juli 2014, also vom Vortag des muslimischen Fastenbrechen-Festes im Jahre 2014. Dieser (anschließend vom Presserat gerügte) Kommentar lautet:

“Ich bin ein religionsfreundlicher Atheist. Ich glaube an keinen Gott, aber Christentum, Judentum oder Buddhismus stören mich auch nicht. 

Nur der Islam stört mich immer mehr. Mich stört die weit überproportionale Kriminalität von Jugendlichen mit muslimischem Hintergrund. Mich stört die totschlagbereite Verachtung des Islam für Frauen und Homosexuelle.

Mich stören Zwangsheiraten, „Friedensrichter“, „Ehrenmorde“.

Und antisemitische Pogrome stören mich mehr, als halbwegs zivilisierte Worte hergeben.

Nun frage ich mich: Ist Religion ein Integrationshindernis? Mein Eindruck: nicht immer. Aber beim Islam wohl ja. Das sollte man bei Asyl und Zuwanderung ausdrücklich berücksichtigen!

Ich brauche keinen importierten Rassismus, und wofür der Islam sonst noch steht, brauche ich auch nicht.

Dies hier ist meine Antwort:

Ich bin ein für Gegenmeinungen offener Muslim. Ich glaube an den Islam, aber andere Religionen, Lebensweisen oder Gegenmeinungen stören mich auch nicht.

Nur Zeitgenossen wie Nikolaus Fest stören mich immer mehr.

Mich stört ihre weit überproportionale Hetze gegen Jugendliche mit muslimischem Hintergrund. Mich stört auch die generelle undifferenzierte Verachtung von Leuten wie Herrn Fest für den Islam und die Muslime.

Mich stört, dass Herr Fest den Islam gleichsetzt mit den von nahezu allen Muslimen hierzulande abgelehnten Zwangsheiraten, mit Paralleljustiz und Ehrenmorden. Und die Gleichsetzung jeder noch so berechtigten Kritik an der Härte der Israelischen Armee gegen Zivilisten in Gaza mit Antisemitismus stört mich mehr, als halbwegs zivilisierte Worte hergeben.

Nun frage ich mich: Ist eine Kritik am Islam ein Hindernis für den gesellschaftlichen Frieden in Deutschland? Mein Eindruck: nicht immer. Aber so, wie sie der stellvertretende Chefredakteur der BILD Nicolaus Fest formuliert, wohl ja. Das sollte man bei der Bewertung der Texte von Herrn Fest und Konsorten ausdrücklich berücksichtigen.

Ich brauche keinen antimuslimischen Rassismus, und wofür Zeitgenossen wie Herr Fest sonst noch stehen, brauche ich auch nicht.”