26:2-3 Ihre Weigerung zu glauben muss dich nicht betrüben

2. Du grämst dich noch zu Tode, weil sie nicht gläubig werden. 

3. Wenn Wir wollten, könnten Wir vom Himmel ein Zeichen auf sie hinabsenden, so dass sich ihre Nacken demütig davor beugen.

 (2) لَعَلَّكَ بَـٰخِعٌ نَّفْسَكَ أَلَّا يَكُونُوا۟ مُؤْمِنِينَ 

(3) إِن نَّشَأْ نُنَزِّلْ عَلَيْهِم مِّنَ ٱلسَّمَآءِ ءَايَةً فَظَلَّتْ أَعْنَـٰقُهُمْ لَهَا خَـٰضِعِينَ 

5:105 Jeder kümmere sich um sich selbst!

105.  O ihr, die ihr glaubt, kümmert euch um euch selbst. Wer abirrt, kann euch nicht schaden, wenn ihr der Rechtleitung folgt. Zu Gott ist eure Heimkehr allesamt. Dann wird Er euch kundtun, was ihr zu tun pflegtet. 

 يـٰأَيُّهَا الَّذينَ ءامَنوا عَلَيكُم أَنفُسَكُم لا يَضُرُّكُم مَن ضَلَّ إِذَا اهتَدَيتُم

(105) إِلَى اللَّـهِ مَرجِعُكُم جَميعًا فَيُنَبِّئُكُم بِما كُنتُم تَعمَلونَ 

45:14-15 Den nicht Glaubenden ihren Unglauben nachsehen

14. Sag zu denjenigen, die glauben, sie sollen denjenigen vergeben, die nicht Gottes Tage erhoffen, auf dass Er einem (jeden) Volk das vergelte, was sie erworben haben.

15. Wer rechtschaffen handelt, der (tut es) zu seinem eigenen Vorteil, und wer Böses tut, der (tut es) zu seinem eigenen Nachteil. Hierauf werdet ihr zu eurem Herrn zurückgebracht.

(14) قُل لِلَّذينَ ءامَنوا يَغفِروا لِلَّذينَ لا يَرجونَ أَيّامَ اللَّـهِ لِيَجزِىَ قَومًا بِما كانوا يَكسِبونَ

(15) مَن عَمِلَ صـٰلِحًا فَلِنَفسِهِ وَمَن أَساءَ فَعَلَيها ثُمَّ إِلىٰ رَبِّكُم تُرجَعونَ

6:35 Hätte Gott gewollt, hätte er sie alle im Islam geeint

35. Und wenn du schwer daran trägst, daß sie sich abwenden, und wenn du imstande bist, einen Schacht in die Erde oder eine Leiter in den Himmel zu suchen und ihnen dann ein Zeichen vorzubringen…  Und wenn Gott gewollt hätte, hätte Er sie wahrlich unter der Rechtleitung zusammengeführt. Gehöre also ja nicht zu den Toren!

 وَإِن كَانَ كَبُرَ عَلَيْكَ إِعْرَاضُهُمْ فَإِنِ ٱسْتَطَعْتَ أَن تَبْتَغِىَ نَفَقًا فِى ٱلْأَرْضِ أَوْ سُلَّمًا فِى ٱلسَّمَآءِ فَتَأْتِيَهُم بِـَٔايَةٍ

(35) وَلَوْ شَآءَ ٱللَّـهُ لَجَمَعَهُمْ عَلَى ٱلْهُدَىٰ فَلَا تَكُونَنَّ مِنَ ٱلْجَـٰهِلِينَ

 

6:107 Du bist kein Wächter über ihren (Un-)Glauben

107. Wenn Gott gewollt hätte, hätten sie (Ihm) nicht(s) beigesellt. Und Wir haben dich nicht zum Hüter über sie gemacht, noch bist du (als) Sachwalter über sie (eingesetzt).

 (107) وَلَوْ شَآءَ ٱللَّـهُ مَآ أَشْرَكُوا۟ وَمَا جَعَلْنَـٰكَ عَلَيْهِمْ حَفِيظًا وَمَآ أَنتَ عَلَيْهِم بِوَكِيلٍ

Kommentar

In diesem Vers wird die Rolle des Propheten Muhammad beschränkt auf die Verkündung und Repräsentation seiner Botschaft. Man kann zunächst vermuten, dass dies ein Ausdruck der Machtverhältnisse in Mekka ist, die bis zur Auswanderung der Muslime deutlich zu deren Ungunsten ausfiel. In jedem Fall spiegeln sich diese Machtverhältnisse im tröstenden Ton des Verses wieder: Die verschlossenen Ohren, auf die der Prophet stößt, sind nicht sein Verschulden und er ist somit für ausbleibende Erfolge seines Wirkens entschuldigt. Weiterlesen

6:104 Der Prophet ist kein Wächter über euch

104. Zu euch sind nunmehr Einsicht bringende Zeichen von eurem Herrn gekommen. Wer einsichtig wird, der ist es zu seinem eigenen Vorteil, und wer blind ist, der ist es zu seinem eigenen Nachteil. (Und sprich, o Muhammad): und ich bin kein Hüter über euch.

(104) قَدْ جَآءَكُم بَصَآئِرُ مِن رَّبِّكُمْ فَمَنْ أَبْصَرَ فَلِنَفْسِهِ وَمَنْ عَمِىَ فَعَلَيْهَا وَمَآ أَنَا۠ عَلَيْكُم بِحَفِيظٍ

10:99 Wenn Gott wollte, würden alle Menschen glauben

99.  Und wenn dein Herr wollte, würden fürwahr alle auf der Erde zusammen gläubig werden. Willst du etwa die Menschen dazu zwingen, gläubig zu werden?

100. Keiner Seele ist es möglich zu glauben, außer mit Gottes Erlaubnis…

  (99) وَلَوْ شَآءَ رَبُّكَ لَـَٔامَنَ مَن فِى ٱلْأَرْضِ كُلُّهُمْ جَمِيعًا أَفَأَنتَ تُكْرِهُ ٱلنَّاسَ حَتَّىٰ يَكُونُوا۟ مُؤْمِنِينَ

 (100) …وَمَا كَانَ لِنَفْسٍ أَن تُؤْمِنَ إِلَّا بِإِذْنِ ٱللَّـهِ 

2:256 Umfassende Religionsfreiheit

256. Es gibt keinen Zwang in der Religion. (Der Weg der) Besonnenheit ist nunmehr klar unterschieden von (dem der) Verirrung. Wer also die Götzen (aṭ-Ṭāġūt) verleugnet, jedoch an Gott glaubt, der hält sich an der festesten Handhabe, bei der es kein Zerreißen gibt. Und Gott ist Allhörend und Allwissend.

لَا إِكْرَاهَ فِي الدِّينِ

قَد تَّبَيَّنَ الرُّشْدُ مِنَ الْغَيِّ

فَمَن يَكْفُرْ بِالطَّاغُوتِ وَيُؤْمِن بِاللَّـهِ فَقَدِ اسْتَمْسَكَ بِالْعُرْوَةِ الْوُثْقَىٰ

 (256) لَا انفِصَامَ لَهَا وَاللَّـهُ سَمِيعٌ عَلِيمٌ

Kommentar

Dieser Vers beginnt mit dem berühmten Satz “Es gibt keinen Zwang in der Religion” (lā ikrāha fi-d-dīn), der ein klares koranisches Plädoyer für universelle Glaubensfreiheit darstellt. Die Ablehnung von Zwang (ikrāh) ist ein gemeinsames Thema der medinensischen und mekkanischen Phase der Offenbarung des Korans (siehe 10:99). Unter Zwang ist hierbei zunächst eine Nötigung wider Willen zu verstehen, sei es mit oder ohne physische Gewalt. Die Formulierung ist klar und zugleich sehr allgemein gehalten und verbietet auf der Ebene des Wortlautes sowohl einen Zwang zur Annahme des Islams, als auch generell auch die Verwendung von Zwang in religiösen Angelegenheiten, also auch innerhalb der Religion. Weiterlesen