Mein Rachplan gegen den IS

Zum Teufel mit dem IS, ihren Ideologen und ihren Priestern der Finsternis.

Hier folgt mein ab sofort in Kraft getretener Rachplan gegen den IS und die von ihm verführten Jungschergen der Terrors:

* mich weiterhin stolz als gläubigen und praktizierenden Muslim bezeichnen

* mich weiterhin stolz an Anhänger des Propheten Muhammad, und als Gläubiger des Korans bezeichnen

* noch mehr Zeit für Gottesdienste

* noch mehr Zeit für Spiritualität und Mystik

* noch mehr Zeit für Physik, Mathematik, Philosophie

* noch mehr Zeit für intensive Koranstudien

* noch mehr innerislamischer Dialog

* noch mehr Dialog zwischen Sunniten, Schiiten, Aleviten

* noch mehr Einsatz für einen liberal-konservativen Schulterschluss im Islam

* noch mehr Dialog mit Juden

* noch mehr Dialog mit Christen

* noch mehr Dialog mit Atheisten

* noch mehr Zeit zum Musizieren nehmen

* noch mehr Zeit für Moscheebesuche

* für noch mehr Toleranz gegenüber Andersdenkenden und Anderslebenden werben

* theologisch fundierte Diskussionen, Zurückweisungen und Widerlegungen der Thesen des radikalen Islamismus, Salafismus und Dschihadismus

* noch mehr Zeit mit Nichtmuslimen verbringen

* seinen Job noch besser machen als bisher

* sich noch deutlicher als Muslim „outen“, Gesprächsangebote machen

* die radikale Islamisten und radikale Salafisten noch deutlicher als Anhänger einer krankhaften Ideologie enttarnen

* sich noch tiefer in den Koran hineinarbeiten, ihn komplett der Fremdverfügung durch krankhafte Ideologien entziehen

* noch mehr Zeit für muslimische Jugendliche nehmen

* von europäischen Städten und der liberalen Kultur hier schwärmen

* Kant lesen, Planck lesen, Einstein lesen

* Ghazali lesen, Biruni lesen, Said Nursi lesen

* für den Weltfrieden beten

* von Aufklärung, Wissenschaft und Bildung schwärmen

* vielleicht gerade jetzt den naiven und total unzeitgemäßen Satz „Islam ist Frieden!“ hochhalten – und zwar gegenüber dem IS und Konsorten

* stolz auf den verstorbenen Physiker Abdus Salam sein, ihn als Muslim ehren, zugleich die ganzen wissenschaftsfeindlichen Islamvorheuchler, aus deren Kreisen die Terrorvordenker und -praktiker stammen, zu kranken Vollidioten erklären

* Abdus Salam lesen, seine physikalischen Artikel runterladen und im Geiste von Gottesdienst studieren

* Quantenfeldthorie betreiben, ganz im Geiste islamischen Gottesdienstes

* stolzer Muslim sein

* stolzer Europäer sein

* stolzer Türke sein

* stolzer Deutscher sein

* stolzer Gegner von Nationalismus und Fundamentalismus sein

* glücklich und gelassen sein

* sich kein schlechtes Gewissen für die Taten gestöterter anderer einreden lassen

* vergeben und vergessen, bis auf die Fratzen des IS

* Berufsfundamentalisten, die ihr Geld mit dem Verhindern von Diskursen und Fortschritt im islamischen Denken verdienen, als Dummköpfe, Hofnarren und Vollidioten brandmarken

* von Menschrenrechten, Demokratie und Islam schwärmen

* stolz verkünden, dass ich Europäer bin, und dass es hier Muslimen wesentlich besser geht als unter dem IS

* mehr Zeit für Familie, Freunde, Nächste

* mehr Familienspaziergänge im Herzen Stuttgarts

* mehr Zeit für meine Liebste, für Romantik, für Gedichte

* mehr Lesen, Schreiben, Musizieren

* wieder auf ein gutes Konzert gehen, bevorzugt auf ein Heavy-Metal-Konzert

* Iron Maiden auflegen, Boxen an und voll aufdrehen

* Allah für all das danken, von ganzem Herzen…

Kommen Nichtmuslime in die Hölle?

Talip: „Hey Jungs, eine Frage: Stimmt es eigentlich, dass aus islamischer Sicht Nichtmuslime, die vom Islam wissen, aber nicht konvertieren, automatisch in der Hölle landen?“
 
Latif: „Nein, das ist ein verbreitetes Missverständnis. Denn der Koran sagt eindeutig, dass für eine Errettung im Jenseits das Befolgen einer Offenbarungsreligion ausreichend ist, konkret vor allem der Glaube an Gott und das Jenseits und das Verrichten guter Werke (Sure 2, Vers 62 und Sure 5, Vers 69). Und er sagt in einer seiner spätesten Suren, dass Juden und Christen sich zur Errettung am Kerngehalt ihrer eigenen Offenbarungen orientieren sollen (Sure 5, Verse 43-44 und 47).“
 
Faruk: „Latif, du machst es dir da zu einfach, diese Verse erfordern eine Auslegung. Denn an anderen Stellen sagt der Koran in deutlichen Worten, dass Allah im Jenseits keine Religion außerhalb des Islams annehmen wird (Sure 3, Vers 85), und dass die, die einen Teil der Propheten anerkennen und die anderen ablehnen die wahren Ungläubige sind (Sure 4, Vers 150-151).“
 
Talip: „Das ist wirklich verwirrend, Leute. Wie solle das denn gleichzeitig zusammengehen? Arif, was meinst denn du dazu?“
 
Arif: „Wenn du eine eindeutige Antwort auf die Frage willst, wer aus deinem Umfeld nun errettet wird oder verloren ist, dann kann ich dir auch nicht weiterhelfen. Latif und Faruk zitieren beiden den Koran und es kostet in der Tat Auslegungsaufwand um beides zusammenzubringen. Dass es eine widerspruchsfreie Lösung geben muss, ist für uns alle ja wohl klar. Ich kann dir gerne erzählen, wie ich damit umgehe. Aber insgesamt bin ich da eher bescheiden. Ich kann dir nicht sagen, welcher Nichtmuslim hier und heute vor Gott verloren ist, egal ob er Muslime kennt oder schon mal eine Koranübersetzung gelesen hat, oder so. Aber es gibt gute Argumente, denen vielleicht auch Faruk zustimmen wird, die zeigen, dass wir niemanden, der außerhalb des Islams steht, für automatisch verloren erklären können – und zwar nicht, weil er einer anderen „wahren“ Religion angehört, wie Latif wohl sagen würde, sondern eher aufgrund des Prinzips, dass Gott von keinem Menschen mehr verlangt, als er zu leisten vermag (Sure 2, Vers 286) und des Prinzips, dass vor Gott letztlich die Absicht das Entscheidende ist.“
 
Faruk: „Aber das relativiert doch vollkommen den Wahrheitsanspruch des Islam.“
 
Latif: „Wieso? Damit der Islam wahr sein kann, müssen nicht erst alle anderen Religionen falsch sein.“
 
Arif: „Ich denke, so meine ich das nicht. Der Islam ist für mich schon der wahre Weg und es scheint mir logisch nicht möglich, dass mehrere sich widersprechende Religionen im gleichen Sinne gleichzeitig wahr sein können. Ich will Wahrheit also nicht relativieren. Und ich gestehe natürlich den Anhängern aller anderen Religionen und Weltanschauungen ebenso zu das selbe über ihren Glauben zu denken und meinen Glauben als nur teilweise wahr oder sinnvoll anzusehen. Natürlich will ich anderen Religionen nicht auch den Besitz zentraler Wahrheiten und großer Weisheiten komplett absprechen. Da gibt es überall viele wertvolle Erfahrungsbestände, von denen wir lernen können. Aber als Gesamtpakete gedacht, können sie, wenn ich das richtig einschätze, nicht alle gleichzeitig in gleicher Hinsicht wahr sein. Das gleiche gilt auch für sich widersprechende Islamverständnisse. Toleranz muss natürlich sein, da gibt es kein zurück. Das bedeutet aber nicht, dass man das Tolerierte für wahr oder richtig halten muss. Wir sind aber allen Menschen schuldig ihnen ihre volle Wahrhaftigkeit, also ihre Absicht zur Wahrheit, anzuerkennen. Vielleicht ist Wahrhaftigkeit vor Gott manchmal wichtiger als mehr oder weniger durch glückliche Umstände in einer wahren Religion zu landen. „Alle Taten werden gemäß der Absicht beurteil“, heißt es im Hadith.“
 
Faruk: „Aber genau so ein Argument relativiert doch den Wahrheitsanspruch des Islam.“
 
Arif: „Nein, was ist tue, ist etwas anderes: Ich relativiere die Erkenntniskraft des Menschen, also ihr Vermögen unter heutigen Bedingungen, lange nach dem charismatischen Wirken eines Propheten, zweifelsfrei erkennen zu können, welche Religion die wahre ist.“
 
Talip: „Aber dann kann doch jeder jederzeit alles glauben, und es wäre alles vor Gott gerechtfertigt.“
 
Latif: „Und selbst wenn, was wäre daran schlimm? Was schadet das denn dir, was die anderen glauben?“
 
Arif: „Latif, du plädierst für totale Toleranz – das tue ich auch. Ich denke aber, Talip geht es um die Frage, wie man gleichzeitig tolerant sein kann ohne in sofortigen Widerspruch mit dem Koran zu kommen, an den wir ja glauben. Nur das ist die Frage hier. Laut Faruk könnte man diesen Konflikt nur vermeiden, wenn man zwar einerseits tolerant ist, aber gleichzeitig zugesteht, dass alle Wege außerhalb des Islams in die Hölle führen müssen, nachdem man das Wichtigste vom Islam erfahren hat.“
 
Faruk: „Ja, so in die Richtung gehe ich.“
 
Arif: „Diese Position ist auch unter toleranten Muslimen bzw. auch Christen in Bezug auf ihren Glauben verbreitet und ich will sie keineswegs verurteilen. Und: Sie hat Tradition. Ich halte sie auch heute für alltagstauglich, wenn sie trotzdem Nichtmuslime als vollwertige Mitmenschen akzeptiert und respektiert, auch wenn sie im Jenseits als vermutlich verloren gelten. Aber vielleicht gibt es noch andere Positionen, die ebenfalls korankompatibel sind, aber weniger drastisch im Spekulieren über das jenseitige Los von Nichtmuslimen sind. Das würde mir irgendwie eher behagen.“
 
Faruk: „Arif, Wahrheit muss nicht immer behagen, das weißt du.“
 
Arif: „Klar, das ist so. Aber das gilt auch für dich: Ich zumindest bezweifele, dass deine Position schon die endgültige wahre islamische Meinung hierzu sein muss, auch wenn es die Mehrheitsmeinung der Gelehrten sein sollte. Ich möchte gerne weitersuchen. Schauen wir nochmals Latifs Position an. Laut Latif muss Toleranz auch beinhalten, dass man die anderen Religionen als wahr respektiert, ohne sich jedoch ihnen anschließen zu müssen. Wie gesagt, scheint mir das logisch schwierig. Zudem könnte hier Faruk noch eine Menge Verse anführen, die diese Position schwächen.“
 
Latif: „Ich könnte aber auch noch eine Menge Verse finden, die Farkus Position schwächen. Es ist nicht richtig den Islam nur auf die Religion unseren Propheten Muhammad zu reduzieren. Der Islam ist die universelle Religion der Menschheit, die zigfach von allen Propheten der Welt ihrem Volk gemäß ihres Verständnisses vermittelt wurde. Der muhammadanische Islam ist der Höhepunkt und das Ende der Heilsgeschichte. Warum ist das so schwer zu verstehen, dass Gott es nicht zulassen würde, dass alle Offenbarungsreligionen komplett verfälscht werden. Macht denn die Idee einer Totalverfälschung aller vorislamischen Religionen, von der der Koran gar nicht ausgeht, denn Sinn, wenn Gott doch ohne Zweifel die Macht besitzt den wahren Kern der Religionen auch dann zu schützen, wenn sich hier und da Irrtümer einschleichen und die Priesterklassen korrupt werden? Der Koran ist eine Reformaufforderung an alle anderen Religionen, also eine Aufforderung ihre nachträglichen Irrtümer zu erkennen, zu korrigieren und zu ihren wahren Wurzeln zurückzukehren. Der Koran kam ja gerade um die These der damaligen Juden und Christen zu widerlegen, dass nur sie ins Paradies kämen (Sure 2, Vers 111-112). Warum sollten wir nun den selben Fehler wiederholen“
 
Talip: „Warum ist das alles so kompliziert? Wieso hat sich Gott nicht einfach eindeutig und klar für das eine oder andere ausgesprochen?“
 
Faruk: „Das hat er! Latif meint es wirklich gut, aber dann soll er mir mal erklären, warum der Koran jene zu Ungläubigen erklärt, die nicht alle Propheten anerkennen, also auch unseren und ihm somit Folge leisten, wie der Koran es will.“
 
Arif: „Jungs, ich habe noch eine Alternative zu euren beiden Positionen. Also ich möchte nochmals meinen Ausgangspunkt betonen: Gott verlangt von keinem Menschen mehr, als er zu leisten vermag. Und in der heutigen nachprophetischen Zeit ist das Licht der Propheten bei weitem nicht mehr so deutlich erkennbar wie zu Zeiten eines Propheten Moses, Jesus oder Muhammad. Damals konnte die Zusage zu ihnen, die von Gott geleitet und mit entsprechendem Charakter und mit Zeichen und Wundern versehen waren, ohne Zweifel als Maßstab für Glauben gelten. Viele Menschen, die heute nicht an alle diese Propheten glauben, hätten es damals vielleicht getan. Ich glaube, da steckt ein System dahinter, das von Gott ganz und gar so vorgesehen ist. Dieses System funktioniert auch dann, wenn wie den Widerspruch zwischen Latif und Faruk nicht auflösen können oder wollen.“
 
Faruk: „Aha, so so. Kannst du den Konflikt zwischen Latif und mir denn nicht auflösen, oder willst du einfach nicht?“
 
Arif: „Mmhh… Das müsste ich mich erst noch überlegen…“
 
Latif: „Jetzt tu nicht so, als ob du dir das nicht schon überlegt hättest.“
 
Arif: „Wie dem auch sei. Ich habe einen anderen Vorschlag. Ich versuche euch mal zu erklären, warum man meiner Meinung nach für eine Klärung der Heilsfragen zunächst die gottgegebenen Grenzen der Erkenntniskraft der menschlichen Vernunft untersuchen sollte. Es könnte sein, dass sich hinterher euer Problem zumindest teilweise als Scheinproblem entlarvt. Am Wahrheitsanspruch des Islams ändert sich dadurch nichts, aber an der Art und Weise, wie man über das vermutliche Los von Nichtmuslimen im Jenseits sprechen sollte. Danach könnt ihr meine Position gerne auseinandernehmen.“
 
Faruk: „Na, dann leg mal los.“
 
(Einleitung Ende)
 
Substanzielle und erkenntnistheoretische Begründungsversuche von Heilsinklusivismen im Islam
 
1         Einleitung
2         Substanziell-inklusivistische Ansätze und die koranische Basis.
2.1        Die Bedingungen für das Heil der Buchbesitzer laut Ateş.
2.2        Der substanziell begründete Inklusivismus vor dem Hintergrund des Korans.
2.2.1       Gruppe 1: Theologische Legitimation zur Beibehaltung eigener Religion.
2.2.2       Gruppe 2: Abraham statt christlich-jüdischer Exklusivismen.
2.2.3       Gruppe 3: Würdigung des Korans durch Buchbesitzer
2.2.4       Gruppe 4: Kritik an Theologien der Buchreligionen
2.2.5       Gruppe 5: Anerkennung Muhammads als Heilsbedingung
2.3        Zwischenfazit
2.4        Die drei Aporien des substanziell begründeten Inklusivismus.
3         Erkenntnistheoretisch-inklusivistische Ansätze und die koranische Basis
3.1        Al-Ġazālīs erkenntheoretischer Ansatz in der Heilsfrage
3.2        Struktur des erkenntnistheoretischen Ansatzes
3.3        Koranische Basis des erkenntnistheoretisch begründeten Inklusivismus
3.3.1       Je mehr Klarheit, umso mehr Verpflichtung
3.3.2       Verpflichtung und Straffähigkeit setzt erkennbaren Gesandten voraus
3.3.3       Die Gegenwart von Propheten hat verpflichtenden Charakter
3.3.4       Annahme der klaren Beweisbarkeit der Wahrheit des Koran
3.3.5       Unglaube als kategorische Weigerung selbst bei Wundern zu glauben
3.3.6       Unglaube als Leugnung trotz besseren Wissen
3.3.7       Annahme von Wissen um Muhammad beim Volk der Schrift
3.4        Weitere Hinweise auf konfessionsunabhängigen Unglauben
3.4.1       Unglaube als Leugnung aus Hochmut
3.4.2       Unglaube als Leugnung aus Neid
3.5        Adressatenorientiertes Kohärenzideal der koranischen Argumentation
4         Fazit und Ausblick

Interview zum islamrechtlichen Status des IS

Frage: Was ist der IS?
 
Antwort: Der IS ist die wohl verblendedste, barbarischste, feigste und ehrenloseste Terrororganisation der Welt.
 
Frage: Aber der IS argumentiert doch islamisch – sollte man dies nicht auch erwähnen?
 
Antwort: Pfff, meinetwegen. Der IS ist neben oben Genanntem auch eine von Viren zerfressene Raubkopie des Islam. Das macht ihn nicht islamisch. Verdorbene Religion ist nicht besser als verdorbenes Fleisch. Der IS ist eine Splatter-Karikatur des Islam. Der IS vertritt ein Islamverständnis (bzw. -unverständnis), das zurecht und notwendigerweise von fast allen Muslimen und recht und billig denkenden Menschen abgelehnt wird.
 
Frage: Aber die Theologie des IS scheint doch für manche junge Leute ansprechend zu sein.
 
Antwort: Eben. Aber an dieser Stelle geht es nicht um Theologie, sondern um anderes, unter anderem um Testosteron. Merke: In der Praxis schlägt Testosteron jede noch so konservative oder liberale, steinharte oder kuschelweiche Theologie. Wir leben nicht in Zeiten der Wahrheitssuche, sondern in einer Zeit der Gier nach klar abgegrenzter und eindeutiger Identität. Die Rolle von Theologie wird überschätzt, wenn es um die Erklärung kollektiver, psychologischer und tendenziell triebgesteuerter Verhaltensmuster geht, wie es dem Habitus des IS zu eigen ist.
 
Frage: Habitus des IS?
 
Antwort: Morden, Gewaltpornos drehen und damit global exhibitionieren gehen, vergewaltigen, den Dicken geben. Das ist der IS.
 
Frage: Aber es gibt doch auch Terorrorganisationen aus anderen weltanschaulichen Zusammenhängen, sowie technologisch hoch entwickelte Unrechtsstaaten auf der Welt. Und keiner kann behaupten, dass der IS global bisher mehr Leid angerichtet hätte als der Raubtierkapitalismus. Warum werden Sie bei diesen nicht so wütend wie beim IS? Wo bleiben Ihre Verwünschungen und Wuttiraden dort?
 
Antwort: Nun, nüchtern betrachtet haben Sie Recht. Dass die Barbarei im IS unmittelbar manifest ist, ja ihr Wesen definiert, relativiert nicht die Barbarei, die in der Doppelmoral der moralisch ambivalenten Moderne als jederzeit aktivierbares – und oft genug aktiviertes – Potenzial vorliegt. Aber: Die meisten Raubtierkapitalisten und Waffenanbeter dieser Welt begehen ihre Verbrechen nicht im Namen meiner Religion. Die Verbrecherorganisation des IS hingegen hat sich mein Glaubensbekenntnis auf ihre Flagge geschrieben! Verstehen Sie? Da steht „La ilaha illa Allah, Muhammadun Rasul Allah“. Diesen Satz zitieren selbst besoffene Muslime regelmäßig. Es ist unser Glaubensbekenntnis. Diese Gewaltpornodreher haben das auf ihre Flagge geschrieben. Verstehen Sie? Diese Typen sind !?#@!$“e798asfjkmsdf (längerer zensierter Abschnitt)! Verstehen Sie mich?
 
Frage: Ja, das war nicht misszuverstehen. Nebenbei: Ich wusste gar nicht, wie derb und in welch epischer Breite Sie fluchen können.
 
Antwort: Ja. Ähem. Danke. Wechseln wir das Thema.
 
Frage: Wo haben Sie dieses virtuose Fluchen gelernt?
 
Antwort: Wann immer ich versuche den IS rational mit Hilfe des Schreibens zu verarbeiten, lande ich nach ein paar Zeilen Analysen schon bei solchen originellen Verwünschungen und ganz schlimmen Ausdrücken. Und… Äh… Können wir endlich das Thema wechseln?
 
Frage: Wie ist der IS aus islamischer Perspektive einzustufen?
 
Antwort: Der IS ist wahrscheinlich genau die Art von Menschentum, vor der die Engel den Schöpfer vor der Erschaffung des Menschen warnten. Sie brachten ihre Bedenken zum Ausdruck, dass ein solches Geschöpf womöglich nur Blutvergießen und Verderben auf Erden anrichten würde (Koran, 2:30). Der IS schickt sich an die eigentlich durch die Vernunft- und Sprachfähigkeit Adams erledigten Bedenken der Engel wieder neu aufzuwerfen (Koran, 2:31-33).
 
Frage: Wie würden Sie den islamrechtlichen Status des IS beschreiben?
 
Antwort (wird wieder wütend): Pfff… Islamrechtlicher Status? Soll das ein Witz sein? Jedes im Dreck watende Wildschwein ist islamisch reiner als der IS.
 
Frage: Aber das Fleisch des Wildschweins ist doch haram. Ist da da so ein Vergleich angemessen?
 
Antwort: Und ob! Ich sagte ja nicht, dass das Wildschwein nun halal ist, nur weil es nun noch viel größere und unreinere Schweine gibt. Ich sagte nur, dass das Wildschwein im Vergleich zum IS reiner ist. Verstehen Sie? Außerdem sollten Sie solche Aussagen nicht analytisch überbewerten. Sie sind eher Absagen als Aussagen.
 
Frage: Aber mit diesem Wildschweinevergleich werden Sie arg polemisch. Ist Beleidigung ein angemessener Ton im Umgang mit so einem ernsten Thema?
 
Antwort: Stimmt, das war eine Beleidigung. Ich entschuldige mich bei allen Wildschweinen dieser Welt dafür, dass ich sie mit dem IS vergleichen habe. So eine Beleidigung hat auch das borstigste und schmutzigste Wildschwein der Welt nicht im Entferntesten verdient! Aber wo analytische Worte versagen, greift nun mal die verbale Gewalt durch, sehen Sie mir das bitte nach. Ich kann Ihnen aber versichern, dass diese Sprechweise eine immer noch vergleichsweise milde Annhäherung an das darstellt, was der IS in seinem inneren Wesen wirklich ist.
 
Frage: Danke für das Interview!
 
Antwort: Gerne!
 
(Hinweis: der Fragende und der Antwortende sind Stimmen meines inneren Teams)

Dürfen sich Muslime Juden und Christen zu Freunden nehmen?

In meiner Grundschulzeit waren alle Nationalitäten in meinem Freundeskreis vertreten: Deutsche, Italiener, Spanier, Portugiesen – allesamt Klassenkameraden, mit denen wir vormittags auf dem Pausenhof herumrannten und nachmittags entweder am C64 saßen und Giana Sisters spielten oder draußen die Gegend unsicher machten. Türken waren nahezu keine vorhanden. Mein bester Freund war ein Italiener. Er stand mir mit Fäusten bei, als mich zwei deutsche Klassenkameraden fast täglich auf dem Schulweg verprügelten – ich hatte ihren Zorn auf mich gezogen, als ich ihnen unüberlegt erzählt hatte, dass Türken viel mutiger seien als Deutsche. Einer von ihnen hat mich zwanzig Jahre später zu seiner Hochzeit eingeladen. Gelegentlich war ich bei dem Italiener daheim zu Gast beim Abendessen. Oft schlenderten wir vor Sonnenuntergang über die Felder und unterhielten uns über die Heimatstädte unserer Eltern oder über unsere Traumberufe. Er wollte damals Architekt werden und ich Arzt.

Meine Eltern schätzten meinen guten Kontakt zu meinen Klassenkameraden und ich hätte nicht gedacht, dass ich damit jemandes Missfallen erregen könnte – bis ich eines Tages von einem älteren Türken, der sich mit dem in den 90ern aufsteigenden politischen Islam in der Türkei identifizierte, etwas zu hören bekam, was mir das Blut in den Adern gefrieren ließ:

„Du kannst mit diesen Leuten nicht befreundet sein – denn im Koran steht: Nehmt euch nicht die Juden und Christen zu Freunden. Sie sind einander Freunde.“

Ich antwortete, dies könne doch nicht stimmen – bislang hatte ich vom Islam nur Dinge gehört, die ich schön fand, und meine Religion war mir sehr wichtig. Doch meine Freunde waren es mir auch. Und jeder Versuch mich innerlich von ihnen zu distanzieren brach mir das Herz. Ich erledigte das Thema für mich mit der resignierenden Feststellung, dass meine Freunde zwar Christen sind, dass ich mich mit ihnen aber viel besser verstehe als mit den wenigen türkischen Kindern, die ich damals kannte. Gott würde dafür Verständnis haben, dessen war ich mir sicher. Auch war ich mir sicher, dass irgendwas mit dem mir dargelegten Koranvers nicht so war, wie es mir der sendungsbewusste Bekannte vermittelt hatte. Leider war ich damals noch weit davon entfernt der Sache gründlicher auf den Grund gehen zu können.

(Hier geht es weiter)

Eine neofaktische Stinkefinger-Theorie

Manchmal scheint mir, das Haltbarkeitsdatum unserer Welt ist unbemerkt vor lauter „Debatten“ klammheimlich abgelaufen und eine kosmologische Kotzorgie braut sich über uns zusammen…

Dann habe ich keine Lust all das philosophisch und differenziert zu kommentieren…

Nur Lust den Hirntötern dieser Welt (mein Gott, es sind so viiiiele!) einen postfaktischen, oder noch besser: einen neofaktischen Stinkefinger entgegenzuhalten, ehe sie uns alle um das letzte bisschen Vernunft bringen…

Das wäre mein Therapievorschlag!

Am besten zur besten Mittagszeit vom Schlossplatz in Stuttgart aus, aus allen Himmelsrichtungen sichtbar, unmissverständlich und ohne jede allegorische Umdeutbarkeit…

Es ging mir schon lange nicht so…

Wenn sich alle Hoffnungsträger, klein und groß, der Reihe nach verabschieden, zu fanatischen Anhängern der Unvernunft konvertieren, sich alle für unfehlbar und makellos erklären und gekränkt sind, wenn man ihnen einen noch so kleinen Spiegel entgegenhält…

Und wer leidet? Die vielen Menschen, die etwas von diesen Hoffnungsträger auf den unterschiedlichsten Seiten hielten und erhofften.

Sie alle haben diese Idioten nicht verdient.

Am besten letztere einsperren bis zur vollständigen Genesung, ehe man ihnen je wieder ein Fünkchen Verantwortung für irgendwas überträgt…

Aber nein, das geht nicht…

Genau das ist doch die Methode der Unvernünftigen, oder?

Aber kein noch so kleiner Spiegel ist denen willkommen.

Was also tun?

Ganz einfach.

Wir bleiben einfach beim neofaktisch universalisierten STINKEFINGER, zur besten Mittagszeit, mitten vom Stuttgarter Schloßplatz aus!

Und gehen unserem Leben und unseren Pflichten nach, intensiver und leidenschaftlicher als bisher, und versuchen das Haltbarkeitsdatum der Welt durch eine Auffrischung der Reserven und durch einen Schulterschluss der Vernünftigen quer durch alle Ideologien, Parteien und Gruppen etwas zu verlängern.

Und wenn doch noch die kosmologische Kotzorgie losbricht – Gott bewahre! – dann bleibt uns wenigstens die Heiligkeit des guten Willens, die Hoffnung auf der richtigen Seite gestanden zu haben, nämlich auf gar keiner der aktuell angebotenen…

Ich bin so sauer, ey…

Evolution und Schöpfung – Tagung in Münster

Ich hatte kürzlich die Freude zusammen mit Dr. Michael Blume, Prof. Ulrich Lüke, Prof. Achtner, Prof. Dittmar Graf, Dr. Heinz-Hermann Peitz und Alexander Schmidt in Münster aktiv an einer Tagung zum Thema Naturwissenschaft und Religion (Schwerpunkt: Evolution) mitzuwirken. Nachdem ich in Lichtgeschwindigkeit aufgrund von diversen Krankheitsausfällen auf muslimischer Seite vom bloßen Teilnehmer zum muslimischen Hauptreferenten aufstieg, stellte ich unterwegs noch einen Vortrag zusammen, in dem es um muslimische Haltungen zur Evolutionstheorie, zum Thema „Naturwissenschaften im BW-IRU-Bildungsplan“ (s. Video, ab ca. 6:20), Occasionalismus (leider nur sehr knapp), Ghazalis Offenheit gegenüber naturwissenschaftlichen Erkenntnissen, die Möglichkeit der metaphorischen Auslegung (ta’wil) der als „mutashabih“ geltenden Schöpfungspassagen des Korans (schon bei Ghazali), Mustafa Öztürks evolutionsneutraler Koranexegese, klassischen und modernistischen Positionen, zu den heutigen Vermittlungsschwierigkeiten zwischen islamischem Glauben und Naturwissenschaft und zu allgemein dem Glauben gegenüber offenen Perspektiven auf Seiten der theoretischen Physik ging.

Ich habe viel Interessantes über die innerchristlichen Debatten zu diesen Themen, aber auch zum Selbstverständnis naturalistischer Richtungen erfahren. Wir haben leidenschaftlich diskutiert über die Frage der intellektuellen Redlichkeit von Zweifeln an der Evolutionstheorie, über evolutionäre Schöpfungsmodelle (die in der (zumindest mitteleuropäischen) christlichen Theologie schon fast als Mainstream gelten können), über das christliche Trauma mit der Naturwissenschaft und über muslimisches Desinteresse am aktuellen Stand der naturwissenschaftlichen Forschung.

Bei Gelegenheit schreibe ich mal über all das.

In jedem Fall denke ich, dass diese Themen sicher viel mehr Muslime interessieren, und dass sowohl innerislamisch, als auch interdisziplinär hierzu viel mehr debattiert werden sollte.

Wenn ich noch konkreter werde, würde ich sogar sagen, dass die Frage nach dem Verhältnis zwischen Naturwissenschaft und Religion eine viel substanziellere und philosophisch weitreichendere Frage ist als die vielen anderen politisch gerahmten Streitthemen heute.

Ja, hier geht es wirklich um etwas Grundsätzliches, was nicht postfaktisch heruntergehandelt werden kann.

Hier geht es um Wahrheitsfragen, die alle Bereiche tangieren – darum bitte etwas mehr Ernst und Interesse für dieses Thema!

Und bitte mehr islamische Theologen, die sich für Naturwissenschaft interessieren!

(Zum Vergleich: Der christliche Theologe und Experte auf diesem Gebiet Philip Clayton meinte mal auf einer anderen Tagung, dass jemand, der vernünftig im Dialog zwischen Theologie und Naturwissenschaft tätig sein möchte, in zwei naturwissenschaftlichen Traditionen, in zwei theologischen Traditionen und in der vergleichen Philosophie grundlegend bewandert sein solle. Ich meine, dass dies für den Ernst des Themas eine plausible Forderung ist.)

Für mich persönlich als gläubigen Muslim und theoretischen Physiker geht es hier um eines der für mich wertvollsten Beschäftigungen überhaupt, nämlich um das Nachdenken über Allah als schöpferischer Instanz, die in den Regelmäßigkeiten der Natur an jedem Ort und zu jeder Zeit manifest ist.

Natürlich habe ich auch die Gelegenheit nicht ungenutzt gelassen Herrn Graf, der eine Studie zu Lehrermeinungen zur Evolutionstheorie durchgeführt hatte, meine Kritik an Michael Schmidt-Salomons akademischem Inquisitionsaufruf gegen muslimische Lehrkräfte, die nicht an die Evolutionstheorie glauben, entgegenzutragen, da die Herren Graf und Schmidt-Salomon immer wieder kooperieren.

Herr Graf machte mir glaubhaft, dass er selbst unglücklich darüber ist, dass sein Name mit den Äußerungen von Schmidt-Salomon in Verbindung gebracht wird, was ich ihm glaube.

Nicht, dass ich es als gläubiger Naturwissenschaftler für einen klugen Standpunkt hielte die Evolutionstheorie pauschal abzulehnen. Ich finde vielmehr: Das mindeste, was höhere islamische Bildung hierzu leisten sollte, ist es ein oder zwei islamisch reflektierte Modelle evolutionärer Schöpfung zu kennen und weiterzuentwickeln.

Nur halte ich es für einen ebenso unklugen Standpunkt Leuten, die aus welchen Gründen auch immer nicht an eine Evolution des Lebens und vor allem des Menschen bzw. zum Menschen glauben, ihre Vernunft oder Tauglichkeit als Lehrer abzusprechen, wie es Schmidt-Salomon kürzlich auf unschöne Art tat.

Dialog hin oder her (ich unterstütze den Dialog vollauf): Jedem muss es freigestellt bleiben, ob er ein vollständig evolutionäres Schöpfungsmodell vertreten möchte, oder ob er vom Regelablauf abweichende Momente des Schöpfungsgeschehens annimmt, wie es viele Muslime (aber auch Christen weltweit) tun, ohne dadurch zu schlechteren Menschen zu werden. Beides lässt sich meines Erachtens islamisch legitimieren.

Naturwissenschaftlich nahe liegender und mit einem „aufgeräumten“ Schöpfungsmodell kompatibler sind vermutlich die evolutionären Modelle.

Ungünstig erscheint mir jedenfalls das auch heute noch verbreitete Modell des „Lückenbüßergottes“, der immer dann hervorgezogen wird, wenn aktuell ein Phänomen nicht naturgesetzlich erklärt werden kann. Die historische Erfahrung zeigt, dass eine solches Gottesbild sehr schnell schon den Rückzug gegen die Naturwissenschaft antritt. So ist es über viele Jahrhunderte geschehen – weil Schöpfung oft interventionistisch, statt kontinuierlich und „eutaxiologisch“ ( = schöngesetzlich) gedacht wurde.

Viel schöner erscheint mir die Vorstellung eines erstaunlich lebensfreundlich geschaffenen Kosmos (oder gar eines solchen Multiversums), in dem Gott in jedem Moment über mathematisch ausgezeichnete Gesetzmäßigkeiten die Schöpfung fortstrickt und dabei sowohl die ganze Vielfalt der Dinge hervorbringt, als auch dabei in jedem Moment die mathematische Eleganz der fundamentalen Wechelwirkungen gelten lässt, da es die Manifestionen seiner Namen selbst sind, die hier Struktur und Ordnung hervorbringen.

Er könnte natürlich auch von seinen eigenen Gesetzmäßigkeiten abweichen. Nichts würde ihn daran hindern.

Es ist aber nicht undenkbar, dass diese auch in so besonderen Kontexten wie der Erschaffung des Menschen, der Erde, des Sonnensystems etc. berücksichtigt bleiben.

Ich verweise an dieser Stelle auch gerne auf meinen Auslegungsvorschlag (Achtung, es ist wirklich nur ein Vorschlag) der 6-Tage-Schöpfung, der ebenfalls von einer Kongruenz göttlichen Schöpfungshandelns (dem Koran folgend) und phänomenologischer Naturgesetzlichkeit ausgeht ( http://blog.andalusian.de/6-tage-schoepfung-2/ ). Wenn das Sonnensystem ohne Bruch mit der Naturgesetzlichkeit geschaffen werden kann, dann könnte dies auch bei der Erschaffung der Menschheit der Fall sein.

Sehr gerne erinnere ich hier auch an die Metapher der Kalam-Theologen für Naturgesetze: „Gewohnheiten Allahs“. Wenn jeder Punkt im Raum in jedem Moment von Gott neu geschaffen (bzw. aktualisiert) wird, dann ist alles Schöpfung, in jedem Moment. Wichtig ist dann nur noch, DASS der Mensch existiert und von Gott im Sein gehalten wird, und nicht das genaue Vorgehen, wie Gott den Menschen in Abgrenzung von den affenähnlichen Australopithecinen erstmals hervorgebracht hat.

Zu all diesen Fragen (weniger zur Evolution, mehr zur theoretischen Physik) habe ich aktuell einige Texte in Arbeit.

Aber wie gesagt, die Naturwissenschaft ist kein Dogma, sondern ein rationales Angebot, dem auch rational widersprochen werden darf. Nur dadurch behält sie ihre große natürliche Autorität und Anziehungskraft.

Die Würde der Naturwissenschaft braucht keine Inquisition und auch keinen Zensor – insbesondere auch nicht in Form sendungsbewusster Naturalisten.

Kommunikation mit muslimischen Schülern (SWRinfo)

Ich bin seit einigen Jahren in der Lehrerausbildung tätig. Hierbei werde ich immer wieder mit Fragen zum Verhalten von muslimischen Schülern konfrontiert. Viele Situationen, die mir geschildert werden, ähneln sich dabei und weisen verwandte Schwierigkeiten auf. Ein Beispiel, an dem man gut Grundsätzliches erklären kann, war die Frage, warum manche muslimische Schüler in Deutschland die Schweigeminute für die Opfer der IS-Anschläge in Paris vom November 2015 boykottierten. Einige Lehrerkollegen befürchteten sogar schon extremistische Weltanschauungen bei ihren Schülern.

Auch wenn dies in wenigen Einzelfällen vielleicht hätte zutreffen können: In den meisten Fällen ging es hierbei um etwas Anderes, nämlich um eine Verunsicherung der Schüler hinsichtlich ihrer muslimischen Identität. Denn über das wichtige Zeichen der Solidarität mit den Opfern hinaus stellten sie sich die Frage, wer in dieser sensiblen Situation, die auf das Konto muslimischer Terroristen geht, indirekt mit verurteilt wird. Dies sollte vorweg ausgesprochen werden, um die muslimischen Jugendlichen im Klassenzimmer ausdrücklich davon auszunehmen.

Leider erfahren viele junge Muslime schon früh, dass Viele in Deutschland nicht nur die Extremisten im Islam als Problem sehen, sondern die Muslime oder den Islam generell. Und dies belastet die Identifikation muslimischer Jugendlicher mit Deutschland. Viel zu selten bekommen sie die Zuversicht zugesprochen, dass es sehr wohl eine legitime islamische Identität auch innerhalb der deutschen Gesellschaft geben kann, und dass sie Kulturen kombinieren und ihre eigenen Synthesen schaffen dürfen. Aber genau diese Zuversicht sollte ihnen die Schule geben.

Doch was könnte man dazu in einer Situation wie nach Paris oder kürzlich nach Berlin konkret anders machen? Vor dem gemeinsamen Gedenken der Opfer von Paris hätte man etwa erwähnen können, dass dieselbe Terrorsekte, die in Paris gemordet hat, noch am Vortrag in Beirut und einen Monat davor in Ankara ähnlich brutale Anschläge verübte, und zwar beide Mal auf Muslime. Damit wird verdeutlicht, dass sich die Solidarität der Idee nach ebenso auf muslimische Kontexte bezieht, auch wenn offiziell leider nur an Paris gedacht war. Die Lehrkraft kann so auch verhindern, dass sich Muslime in der Klasse indirekt mit beschuldigt fühlen. Die Botschaft lautet dann: „Heute müssen wir alle, Deutsche, Araber, Türken, Christen, Muslime, Säkulare uns zusammenschließen gegen den Terror der Irrsinnigen gegen uns alle, gleichgültig ob die Terroristen heute IS, NSU oder sonst wie heißen!“

Nicht Tabuisieren, sondern Kontextualisieren lautet also die Devise. Nicht Verschweigen, sondern pädagogisch inkludierend Kommunizieren. Auch der ausdrückliche Hinweis durch die Lehrkraft, dass muslimische Stimmen aller Couleur sich in aller Deutlichkeit gegen den Terror im Namen des Islam ausgesprochen haben und aussprechen, kann in der aktuellen Stimmung für alle nur heilsam sein.

(Mein Beitrag vom 13. Januar 2017 für „Islam in Deutschland“ auf SWRinfo)

Von der mathematischen Eleganz der fundamentalen Naturgesetze

Eine Ode an die „unverhältnismäßige Wirksamkeit der Mathematik in den Naturwissenschaften“ (E. Wigner) – am Beispiel der Symmetrien in den fundamentalen Eichtheorien

1. Einleitung

Ich möchte hier eines der für mich faszinierendsten Rätsel der Philosophie der Mathematik vorstellen, nämlich die Frage nach dem Ursprung der „unverhältnismäßigen Wirksamkeit der Mathematik in den Naturwissenschaften“, wie ein berühmter Artikel des theoretischen Physikers Eugene Paul Wigner zu diesem Thema heißt.

In diesem Beitrag sollen dabei weniger die philosophischen Antwortversuche auf diese Frage im Mittelpunkt stehen, sondern das verwunderliche Phänomen selbst, um zu zeigen, wie tief dieser Frage heute reicht – und dass sie sich umso schärfer stellt, je erfolgreicher unsere Theorien von der Welt werden. Mein Ziel wäre erreicht, wenn dieser Text Leser zu eigenen Erklärungsversuchen anregt, eine sachliche Grundlage für die Einarbeitung in die philosophischen Positionen bietet, oder zumindest eine neue und interessante Perspektive auf die uns umgebende Welt vermittelt. Der Beitrag ist wie folgt aufgebaut:

1. Einleitung
1.1 Die vier fundamentalen Wechselwirkungen in der Natur
1.2 Die mathematischen Symmetrien der fundamentalen Eichtheorien
1.3 Die beiden Grundfragen
2. Symmetrieprinzipien in der Küche, oder: wie sucht Hausmann Klaus verschwundene Bohnen?
3. Die Grundgleichungen der Naturgesetze als mathematische Palindrom-Sätze
4. Die Grundidee der Lorentzsymmetrie in der speziellen Relativitätstheorie
5. Vielfältige Materiestruktur dank Lorentzsymmetrie der Dirac-Gleichung
5.1 Die Klein-Gordon-Gleichung
5.2 Die Dirac-Gleichung
5.3 Die Dirac-Gleichung sagt einen Teilchenspin voraus
6. Antimaterie
7. Lokale Eichsymmetrie gebiert Elektrodynamik
8. Ein philosophischer Ausblick

Anhang 1: Inspirierende Abschlusszitate
Anhang 2: Positionen in der Philosophie der Mathematik
Literatur
Fußnoten

Wir wollen hier die Rolle der Mathematik für die allgemeinste und grundlegendste aller Naturwissenschaften betrachten, nämlich für die Physik. Innerhalb der Physik wiederum geht es um die etablierten Theorien zur Beschreibung der bekannten vier fundamentalen Wechselwirkungen in der Natur. Damit sind vier grundlegendsten Weisen gemeint, wie die kleinsten Teilchen, aus denen die Welt besteht, aufeinander reagieren, wie sie Anziehungs- und Abstoßungskräfte aufeinander übertragen und wie sie somit letztlich auch die Struktur der Welt im Großen bestimmen. Wir wollen skizzieren, wie in den Grundgleichungen dieser Theorien aus rein mathematischen Eleganzforderungen auf der einen Seite die Physik der Antimaterie, des Teilchenspins und des Elektromagnetismus auf der anderen Seite geradezu heraussprudelt – allesamt Phänomene, über die gar keine Informationen in die Gleichungen hineingesteckt worden waren, und die teilweise experimentell überhaupt nicht bekannt waren.

Bei diesen Theorien handelt sich dabei um die erfolgreichsten, die der menschliche Geist je hervorgebracht hat, wenn man unter erfolgreich versteht, dass sie nicht nur sehr viele sehr unterschiedliche Phänomene erklären, präzise beschreiben und auf eine gemeinsame theoretische Basis stellen, sondern zugleich auch neue Phänomene vorhersagen. Dass diese oft viele Jahre oder Jahrzehnte später experimentell bestätigt werden konnten – oft in detailgetreuer Übereinstimmung mit den theoretischen Vorhersagen –, zeigt, dass diese Theorien nicht nur das Bekannte zusammenfassen, sondern auch in bislang verborgene Bereiche der Welt vordringen. Das bedeutet, dass diese Theorien beim Versuch der theoretischen Erfassung der Welt irgendwas in einem ganz grundsätzlichen Sinn „richtig“ machen.

1.1 Die vier fundamentalen Wechselwirkungen in der Natur

Die vier von diesen Theorien beschriebenen Wechselwirkungen, die fundamental für die gesamte uns bekannte Natur sind, sind heute bekannt als:

  • die Gravitation, die von den größten kosmischen Maßstäben herab bis hinunter zu unserer irdischen Erfahrungswelt die dominierende Kraft darstellt, beschrieben durch Einsteins allgemeine Relativitätstheorie (ART)
  • der Elektromagnetismus, der die Struktur der Welt von den planetarischen Maßstäben bis tief in die Atomhülle hinunter ordnet, beschrieben durch die Quantenelektrodynamik (QED)
  • die starke Wechselwirkung, die die Bestandteile des Atomkerns strukturiert, beschrieben durch die Quantenchromodynamik (QCD)
  • die schwache Wechselwirkung, die ebenfalls im Atomkern relevant ist und bei sehr hohen Materiedichten auch makroskopisch relevant wird (die mit der Quantenelektrodynamik vereint in der Theorie der elektroschwachen Wechselwirkung dem Glashow-Weinberg-Salam-Modell (GSW-Modell) beschrieben wird)

Hier geht es weiter zum Haupttext.

Was tun mit dem Koranvers 9:5 und anderen koranischen Tötungsaufforderungen?

Im Deutschlandfunk ist ein lesenswertes Interview mit dem Islamwissenschaftler und Juristen Mathias Rohe erschienen (hier), in dem eine „Islambilanz“ 2016 gezogen wird. Darin wird Rohe folgende Frage gestellt:

„Bei uns geht viel Post zum Thema Islam ein und meistens negative. Ich habe einige Hörer, die uns – dem Deutschlandfunk – eine zu islamfreundliche Berichterstattung vorbeworfen haben, darum gebeten, mir Fragen zu schicken, die ich Ihnen dann stelle. Ein Hörer bezieht sich auf Sure 9 Vers 5, darin heißt es: „Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf.“ Jetzt fragt dieser Hörer: Woher nehmen Islamwissenschaftler die Vollmacht, die aktuelle Gültigkeit dieser und anderer zum Töten auffordernder Suren für obsolet zu erklären und woher nehmen Sie die Überzeugung, dass diese Beurteilung als allgemein verbindlich im Islam auch umgesetzt wird – einschließlich des Handeln der Akteure? Darin steckt wohl der Vorwurf, dass Sie da was schön reden.“

Rohe verweist in seiner Antwort zum einen darauf, dass es wichtig ist zu schauen, wie die „allermeisten Muslime“ heute diesen Vers verstehen. Mein Tipp: Wer es genau wissen will, kann sich in der nach wie vor maßgeblichen Linksammlung von Serdar Güneş darüber informieren, wie sich das erdrückende Gros der Muslime gegen die pseudo-theologischen Verrenkungen des internationalen Terrorismus positioniert hat. Zum anderen erklärt Rohe, dass die meisten Muslime heute Verse wie 9:5 in einen gut rekonstruierbaren historischen Kontext stellen und somit nicht universalisiert lesen.

Ich finde Rohes Antworten wichtig, und möchte sie gerne ergänzen um ein einfaches, aber aus meiner Sicht mindestens so wichtiges Argument, nämlich das des textuellen Zusammenhangs, der deutlich macht, dass 9:5 nie eine universelle Norm intendierte, sondern von einem defensiven Kontext ausgeht, also dem selben wie praktisch alle Kriegspassagen im Koran. Darum gibt es hier keinen Freibrief zum Töten zu holen, ebensowenig einen Nachweis für eine kategorische Gewaltbereitschaft des Islam. Und dies gilt trotz der Tatsache, dass Sure 9 die am spätesten verkündeten und zugleich wohl auch deutlichsten Kriegspassagen des Korans enthält.

Eine solche in sich kontextualisierende Lesart des Korans ist kein Notbehelf von Muslimen der Gegenwart, sondern hat einen festen Platz auch in der klassischen Koranhermeneutik. Für meine unten vorgetragenen Argumente braucht man also nicht einmal einen wirklich neuen hermeneutischen Zugang zum Koran. Man muss einfach nur einige Konzepte der exegetischen Tradition konsequent anwenden, was hinsichtlich unseres Themas leider nicht allen Korankommentatoren gelang. Klassische Stichworte lauten hier beispielsweise „Auslegung des Korans durch den Koran“ und „Spezifizierung universeller Wortlaute durch einschränkende andere Passagen“ (zu den technischen Details vielleicht später mehr).

Konkret auf Sure 9 angewandt:

  1. Gleich im Folgevers 9:6 heißt es: „Und wenn einer der Götzendiener bei dir Schutz sucht, dann gewähre ihm Schutz, bis er Gottes Worte (also die Botschaft des Koran) vernehmen kann; hierauf lasse ihn den Ort seiner Sicherheit erreichen. Dies (soll so sein), weil sie ein unwissendes Volk sind.“ Einem absoluten Tötungsgebot würde sicher nicht ein solcher Vers folgen, der jedem Götzendiener ein Asyl mit Rückkehrgarantie zusichert. Also ist 9:5 nicht absolut gemeint.
  2. In 9:10 heißt es von den Gegners aus 9:5: „Sie beachten gegenüber einem Gläubigen weder Verwandtschaftsbande noch (Schutz)vertrag.“ Offensichtlich geht die gesamte Passage also davon aus, dass eine (historische) Gegenseite einen Friedensvertrag mit den Muslimen brach.
  3. Dies wird in 9:13 noch deutlicher, da dort die gemeinten Gegner konkretisiert werden als jene, „die ihre Eide gebrochen haben und vor hatten, den Gesandten zu vertreiben, wobei sie zuerst gegen euch (mit Feindseligkeiten) anfingen.“ (9:13). Kriegsgrund ist demnach also weder der Götzendienst des Gegners, noch religiös aufgeladene Kriegslust, sondern ein klar artikulierter Kriegsbeginn durch den Gegner.
  4. In 9:36 heißt es unser Defensivszenario nochmals bestätigend: „Und bekämpft die Götzendiener allesamt, wie sie euch allesamt bekämpfen.“ Sure 9 geht also von einem Situationskontext aus, in dem eine Gruppe von Götzendienern als Gesamtheit gegen die Muslime zu Felde zieht, also als ein koordinierter Bund, auf den der Prophet und seine Gemeinde wiederum im Bund reagieren sollen. Die exegetische Literatur hält in der Tat Berichte über ein solches Ereignis im 9. Jahr nach der Hedschra parat, in dem von einem gleichzeitigen Friedensvertragsbruch einiger heidnischer Stämme auf der arabischen Halbinsel berichtet wird, während Medina ungeschützt war.

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Menschenrechte und Scharia

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

auf meinem Blog tut sich aktuell einiges – ich bin dabei eine Reihe umfangreicherer Textprojekte zum Themenbereich „Der Islam in der Moderne“ als statische Seiten einzurichten, die theoretisch fundiert und leicht zu finden sein sollen. Ich will hier möglichst viel von dem abarbeiten, was mich selbst sein nunmehr über 20 Jahren umhertreibt. Gleichzeitig soll dies auch den Zwischenstand meiner eigenen Reflexionen wiedergeben. Im Idealfall sollen diese Text eines Tages miteinander vernetzt werden und so etwas wie einen größeren Zusammenhang sichtbar machen. Als Schmankerl will ich auf meinem Koran-Blog (Was? Ihr kennt noch nicht meinen Koranblog? Hier lang bitte.) die relevantesten, interessantesten und umstrittensten Koranverse zu diesen und anderen Themen ebenfalls möglichst systematisch darstellen.

Mein Wunschtraum ist es so zu einer „Theorie eines zeitgenössischen Islamzugangs“ an der Schnittstelle zwischen Theologie, Philosophie und weiteren säkularen Wissenschaften beizutragen.

Aktuell sind meine umfangreicheren Projekte über die obere Menüleiste abrufbar. Sobald ich zudem noch alle relevanten Texte meines alten Blogs hierher übertragen habe, dann gibt es nur noch einen einzigen andalusian-Blog, und nicht mehr zwei (neu und alt) wie jetzt.

Hier möchte ich nun auf eine Grundlagenstudie von mir zur Frage der Vereinbarkeit von Menschenrechten und Scharia hinweisen. Ihr findet den Text oben unter „Vom Islamischen“ als „Die Menschenrechte und die Scharia“ bzw. direkt verlinkt auch hier.

Diese Studie ist insgesamt von eher deskriptiver und formaler Art – für eine konkrete Positionsbestimmung zum Verhältnis von Islam und deutschem Grundgesetz siehe hier.

Für Feedbacks und Anregungen – zu diesem Text, aber auch für künftige – bin ich sehr dankbar. Auch würde ich davon profitieren, wenn ihr mich auf Navigationsschwierigkeiten und andere Probleme auf dieser Seite aufmerksam macht.

Dies ist übrigens der Inhalt des Textes zu den Menschenrechten und der Scharia:

       Einleitung

2           Die Menschenrechte
2.1            Zwei Varianten der Geschichte der Menschenrechte
2.1.1             Die klassische Version der Geschichte der Menschenrechte
2.1.2             Die revidierte Version der Geschichte der Menschenrechte
2.1.3             Präambel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vom 10.12.1948
2.2            Geltungsanspruch und Generationen von Menschenrechten
2.3            Begründungsproblematik der Menschenrechte
2.4            Lösungsvorschlag zu Begründungsproblematik

3           Die Schari
a
3.1            Bereiche der Scharia
3.2            Die Wissenschaft von der juristischen Scharia
3.3            Mögliche Konfliktbereiche zwischen den Menschenrechten und der Scharia

4           Strategien zum Umgang mit Konfliktbereichen zwischen den Menschenrechten und der Scharia.
4.1            Pragmatische Lösungsansätze
4.1.1                 Gleichgültigkeit, Dualismus und partielle Praxis
4.1.2                 Scharia auf „ideale islamische Gesellschaft“ vertagen
4.1.3                 Pragmatisch-selektive Scharia
4.2            Totale Lösungen
4.2.1                 Vollständiger Schariaverzicht
4.2.2                 Scharia statt westlicher Menschenrechte
4.3            Systematisch priorisierende Lösungen
4.3.1                 Islamisch glauben, westlich Recht sprechen: die türkische Lösung
4.3.2                 Menschenrechte unter Schariavorbehalt: die Kairoer Menschenrechtserklärung
4.4            Gesellschaftliche Rahmenmodelle als immanente Regulative
4.4.1                 Minderheitenstatus als rechtliches Regulativ
4.4.2                 Orientierung am Vertrag von Medina
4.5            Kompatibilistische Modelle – Neuauslegungen der Scharia
4.5.1                 Hinterfragung der Authentizität bzw. Universalität von Überlieferungen
4.5.2                 Philologisch-modernistische Neuauslegungen
4.5.3                 Historisierende und kontextualisierende Ansätze

5           Ausblick

Anhang A: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Anhang B: Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam
Anhang C: Die islamische Charta des ZDM
Anhang D: Die Urkunde von Medina (türkisch)

Literatur
Internetquellen

Wie man hieran sehen kann, sind die Unterkapitel alle nunmehr im Inhaltsverzeichnis der umfangreicheren Texte von mir verlinkt – das macht die Text zwar nicht kürzer, aber hoffentlich leserfreundlicher.

In diesem Sinne…